Interview Antworten zum SongContest

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Kannst du unseren Hörern verraten, was für einen Beruf du hast?


Ich bin Musiker, Komponist und Musikproduzent.
Vor über 20 Jahre habe ich meine eigene Firma „Unicade Music“ gegründet.
Mein Pseudonym als Künstler ist übrigens Goar B
oder wie die Amerikaner es aussprechen Goar B
Das heißt mit dem Namen stehe ich als Songwriter oder künstlerischer Musikproduzent auf Veröffentlichungen.

Was bedeutet Musik für dich?


Meine Leidenschaft gilt seit meiner Jugend der Musik.
Ich spielte als Gitarrist in verschiedenen Bands, hatte aber zu dem Zeitpunkt keine Vorstellung wie ich aus meiner Musikleidenschaft einen Beruf machen kann.
Leider hörte ich zu dem Thema damals immer nur Negatives.
Man könne damit seinen Lebensunterhalt nicht verdienen und landet mit dem Hut auf der Straße.
So studierte ich zunächst eher aus Verlegenheit Dipl. Wirtschaftsingenieur. Ein Doppelstudium aus Betriebswirtschaftslehre und Elektrotechnik.
In meinen Bands war ich oft frustriert, dass meine musikalischen Ideen nicht so umgesetzt werden konnten wie ich mir das vorstelle.
Ich war schon immer der Motor für neue kreative musikalische Ideen.
Das brachte mich dazu, mich mit der Tätigkeit eines Musikproduzenten zu beschäftigen.
Der hat grundsätzlich die Möglichkeit für jede Musikidee jeweils andere passende gute Musiker hinzuzuziehen.
Also wie der Architekt, der für eines neues Gewerk, die Leute mit den dafür nötigen speziellen Fähigkeit hinzuzieht.
Oder der Filmregisseur, der jeden Film mit unterschiedlich dafür geeigneten Schauspieler umsetzt.

Wann hast du deinen ersten Song geschrieben und wie hieß er?


Das muss so mit 16/17 Jahren gewesen sein.
Wir haben viele Titel in den Bands gemacht, die wir damals live gespielt hatten.
An die Titelnamen kann ich mich teilweise nicht mehr erinnern.

Wie und wo ist Mambo No5 entstanden, in einem großen Studio?


Mambo No 5 basiert zunächst auf einem Musikkonzept aus Latin, Dance und gesungenem Rap, dass ich über 2 Jahren mit mehreren Titeln entwickelt habe.
Dann kam ich auf die Idee für einen weiteren Titel meines Musikkonzeptes ein Sample aus einem alten Instrumental von Perez Prado aus den 50er Jahren zu verwenden.
Daraus habe ich mit 2 Autoren aus meinem Musikverlag den Titel entwickelt. Einer der beiden ist David, der den Titel dann auch eingerapt hat. Für ihn habe ich den Künstlernamen Lou Bega erfunden und dann noch ein Gesamtimage des Projektes erschaffen.
Wen das genauer interessiert, der finden die Geschichte von Mambo No5 unter mambostory.com
Die meisten Songs entstehen heutzutage an unterschiedlichen Orten und in verschiedenen Konstellationen und Prozessen. Man spricht in der Musikbranche vom sogenannten „Demo“ des Songs, dass erstellt wird.
Das große Tonstudio ist eher nur noch der Ort, um einiges nochmal besser aufzunehmen und den Titel zu mischen und mastern.
Auch dazu dient dieser Wettbewerb, um euch zu zeigen, dass ihr zunächst kein Tonstudio braucht um einen Song zu machen.

Was für ein Gefühl war es einen Welthit zu landen und wie hat das dein Leben beeinflusst?


Es war wie in dem Sience Fiction Film Stargate, wo man durch ein Tor plötzlich in einer anderen Welt steht.
Stretch Limo in New York. Mein Leben hat sich damals als erstes durch extrem viele Reisen auf der ganzen Welt geändert.
Ich war als Mastermind und Rechteinhaber des Mambo-Projektes quasi wie eine Band mit meinem Künstler, der bei mir unter Vertrag stand, weltweit unterwegs und habe alle Fäden im Hintergrund gezogen.
Gern hätte ich damals mehr Zeit für meine beiden Söhne im Alter von 1 und 3 Jahren gehabt.
Ich erinnere mich noch wie mein 3jährige durch die Wohnung mit einem kleinen Koffer lief und mit dem Telefonaparat Telefonieren gespielt hat.
Natürlich weil er seinen Papa ständig mit dem Koffer hat kommen und gehen sehen hat er das nachgeahmt und auch das ständige Telefonieren müssen.

Auf deiner Internetseite G-Culture heißt es, du möchtest Kindern ohne Heimat eine Stimme geben. Was für ein Musik Projekt ist das genau?


Auf meinen Reisen habe ich erfahren wie Musik Menschen unterschiedlicher Sprachen, Kulturen, Religionen und Generationen unmittelbar verbindet.
Deshalb habe ich vor einigen Jahre die Initiative G-Culture gegründet.
Musik als universelle Sprache zur interkulturellen Verständigung.
Im Rahmen der Initiative G-Culture habe ich das Projekt „A Place To Grow“ für benachteiligte Kinder&Jugendliche ins Leben gerufen.
Als ich sah wie viele Kinder ihre Heimat durch Kriege verlieren schrieb ich mit dem Söngerduo Outdoors den Song „A Place To Grow“ und die deutsche Version davon „Zuhause“.
Um den Kindern eine Stimme zu geben.
Mit dem Song sind wir mit geflüchteten und deutschen Kindern zusammen auf Bühnen aufgetreten.
Daraus habe ich weiter ein Konzept von regelmäßigen Musiktreffen mit Geflüchteten und deutschen Kinder entwickelt.
Weilheim – Jugendhaus Come In Landratsamt Starnberg vor einigen Jahre Jahre vom Bundesministerium für Forschung und Bildung. Kultur macht stark.
Wen das interessiert, der findet mehr unter a href="https://www.g-culture.com" target="_blank">g-culture.com Geschrieben G Bindestrich und dann Kultur auf englisch Culture

Wie viele Kinder aus wie vielen Ländern haben bei G-Culture schon mitgemacht?


Wir haben es nicht gezählt aber in den letzten Jahre bestimmt über 300 Kinder und schätzungsweise von mehr als 10 Nationen

Seit letztem Jahr veranstaltest du einen Medienbox Song Contest- seit letztem Jahr gibt es ja auch Corona- hat dich Corona auf die Idee zu dem Contest gebracht? Erzähl doch bitte mal…


Wir wollten letztes Jahr eigentlich mit meinem Studio-LKW an Schulen Workshops geben.
Das hatten wir so mit der medienBox vom Pädagogischen Institute der Stadt München besprochen.
Dann kam allerdings der erste Corona-Lockdown (und) Workshops in Schulen konnten wir nicht mehr geben.
Ich sah wie Kindern und Jugendlichen die Decke zu Haus auf den Kopf fiel.
Und/Ich fragte mich, was könnte man denn für Zuhause Interessantes, dass Spaß macht, anbieten.
Meine Lebenspartnerin schlug mir eine SongContest vor.
Yes, aber ich wollte einen besonderen, pädagogisch wertvollen Wettbewerb.
Die Leiterin der medienBox, Christine Debold, fand meinen Vorschlag sofort klasse.

Wer kann bei dem medienBox Song-Contest mitmachen?


Das ist ein Song-Wettbewerb für alle Münchner Schulen. Jeder der auf eine Schule in München geht kann mitmachen.

Mit was für Beiträgen kann man sich beim medienBOX Song-Contest bewerben?


Hier kommt das Besondere unserer Ausschreibung:
Du brauchst nicht unbedingt singen zu können.
Musik machen umfasst nämlich noch viel mehr.
Wir möchten euch anbieten auch Beiträge z.B. als Komponist, als Songschreiber, als (Musik)texter oder als Bands oder als Instrumentalisten einzureichen.

Es geht also nicht nur um Gesang! Gibt es irgendwelche Vorgaben bezüglich der Musikrichtung- Hip Hop ? – Klassik ? – Rock ?


Nein, keine Vorgaben. Eurer kreativen Freiheit sollen keine Grenzen gesetzt werden. Ihr könnt sogar ein neues Genre erfinden.

Gibt es technische Mindeststandards oder kann man auch Handyaufnahmen einschicken?


Nein, es gibt keinen Mindeststandard. Ihr könnt auf Handyaufnahmen einreichen.

Wo bekomme ich Tipps und Materialien für die Umsetzung des Songs?


Genau hierbei wollen wir euch helfen.
Dazu geben wir euch viele gute Tips und Hilfen auf unserer Webseite (des Contests) Beispielsweise wie ihr mit Freeware wie GarageBand Songs erstellen könnt.
Wie typicherweise eine Songstruktur aufgebaut ist.
Viele haben vielleicht nicht die Möglichkeit ein Playback zu arrangieren oder einzuspielen. Aber gute Melodien und Musiktexte im Kopf.
Dafür stellen wir viele verschiedene Instrumentals zur Verfügung, auf die könnt ihr eure eigene Melodien und Texte erfinden und singen.
Schaut euch unbedingt die Erklärungen und Links dazu auf unserer Internetseite an.

Kann ich nur alleine mitmachen oder auch als Team?


Ihr könnt bei uns auch als Duo oder Band oder Songschreiberteam teilnehmen.

Wird auch das Aussehen und die Performance beurteilt oder nur die Stimme?


Das Aussehen und die Show auf einer Bühne spielt bei uns keine Rolle.
Keiner braucht ein Video oder Bild einzureichen.
Wir würden gerne eure eigene Kreativität des Musikmachens fördern.
Das umfasst eben auch mehr als nur die Stimme.
Die meisten der Hits haben die Interpreten, die im Vordergrund stehen, gar nicht selber geschrieben und arrangiert.
In der Musikwelt gibt es viele erfolgreiche Musikschaffende z.B. als Songschreiber für andere, als Musikarrangeure, als Filmkomponisten, als beat producer, als Tonstudiobetreiber
DJ-Künstler wie Avicii und Robin Schulz singen die Titel, die sie produzieren, nicht selber und Ed Sheeran hat seit seiner Schulzeit ganz viele Songs geschrieben bevor er als Sänger Jahre später erfolgreich wurde.
Diese unterschiedlichen Möglichkeiten möchten wir euch aufzeigen. Wir möchten euch ermutigen nach euren Stärken mitzumachen und etwas einzureichen.
Selbstverständlich steht es euch frei auch nur einen Coversong einzusingen.

Man kann bei dem Wettbewerb einen Tag in einem Tonstudio gewinnen. Ist das richtig? Was erwartet einen da genau?


Ja völlig richtig. Die Ersten 3 Gewinner laden wir ein in ein Großes Tonstudio und da seht ihr wie man in so einem Tonstudio arbeitet aber die 3 Gewinner können auch ihre Songs dort neu aufnehmen.

Kann man durch den Wettbewerb so berühmt werden, wie du mit Mambo No 5?


Ja, 20 Jahre später. Nein, ich hoffe natürlich, dass ihr es schnelle schafft als die 20 Jahre bis ich es zum großen Erfolg geschafft habe. Wichtig: an sich zu arbeiten, Kompetenz zu erwerben, Durchhaltevermögen...

Fleiss&Disziplin: Ein Superstar muss ständig an sich arbeiten. Ed Sheeran: mindestens 10.000 Stunden investieren
Wille&Ausdauer: Zum Superstar wir man nicht ausversehen, man muss dafür kämpfen. Er bei jedem Rückschlag aufgibt, hat schon verloren.
Herz: Fans lieben ihren Star nur dann wirklich wenn sie hinter der perfekten Show den Menschen mit alle seinen Fehlern und Schwächen noch erkennen können.
Humor: Eigene Schwächen akzeptieren und mit einem Augenzwinkern kommentieren. Nie vergessen, ein normaler Mensch zu bleiben.
Glück: Im richtigen Moment auf die richtigen Leute treffen, die auf dem Weg nach oben helfen.
Persönlichkeit: Sie verleiht einem Ausstrahlung auf der Bühne und in der Öffentlichkeit.
Talent: Wer das nicht hat, dem nützt alles andere nichts

Hat euer Contest irgendwelche Ähnlichkeiten mit DSDS oder The Voice Kids?


Das ist eine gute Frage.
Das Aussehen und die Show auf einer Bühne spielt bei uns keine Rolle.
Wir würden gerne eure eigene Kreativität des Musikmachens fördern.
Dieses beinhaltet wie schon gesagt mehr als nur Gesang und Show.
Insofern unterscheiden wir uns erheblich von DSDS.

Also bist du netter als Dieter Bohlen mit den Teilnehmern?


Ihr braucht keine Sorge haben. Bei uns wird niemanden in der Öffentlichkeit bloßgestellt oder vernichtend kritisiert.
Wir hören uns alle Einsendungen mit Respekt gegenüber den Teilnehmern an.
Gesichtspunkte der kommerziellen Vermarktbarkeit stehen bei uns hinten an.
Wir möchten euch Mut machen, euch musikalisch wie auch immer auszudrücke.

Was ist die Intention des medienBox Song-Contest?


Wir möchten euch

  1. ermutigen Musik zu machen
  2. euch anregen musikalisch mehr zu wagen und zu versuchen
  3. euch unterstützen, wie ihr eure eigenen Songs schreiben könnt
  4. euch dazu einen Anreiz geben mit unserem medienBOX SongContest

Wem würdest du die Teilnahme beim medienBOX Song-Contest empfehlen?


Allen denen Musik machen Spaß macht.

Worauf muss man beim Songwriting am meisten achten? Kannst du unseren Hörern ein paar Tipps geben?


Siehe Songwritercamp Team bilden mit sich ergänzenden Fähigkeiten.

Wann ist Einsendeschluss für den medienbox contest 2021?


18. Juli

Welcher Song hat eigentlich letztes Jahr gewonnen und warum?


Der Song heist “Dreams come true”
Unsere Jury bewertet eure eingesendeten Songs nach unterschiedlichen Kriterien Das sind z.B. Originalität, Kreativität, Melodie, Textidee, Musikalität, Stimme um nur einige zu nennen.

Was macht dir selbst am medienBox Song-Contest am meisten Spaß?


Jungen Menschen mein Wissen und Erfahrung weiterzugeben.
Gespannt auf die Einsendungen

Was sagst du Kindern, die gern mal Influencer oder Youtube Star werden wollen?


Auf Inhalte achten, was zu sagen zu haben
Sonst auf dünnem Eis und ohne Fundament

Was wolltest du als Kind werden?


Musiker

Hattest du eine gute Note im Musikunterricht?


Erst schlecht dann gut.